Verkehrsrecht

Zurückgesetzt oder aufgefahren?

Wer auffährt, hat Schuld, heißt es im Volksmund. Dass dies nicht zwingend auch vor Gericht gelten muss, zeigt ein aktuelles Gerichtsurteil. Kann der Halter eines Fahrzeuges nicht beweisen, dass der Fahrer des hinter ihm fahrenden Autos aufgefahren ist, so kann er für sich auch keine Beweiserleichterung in Form des sogenannten Anscheinsbeweises in Anspruch nehmen. Das [...]

Haftung bei Übelkeit im Taxi?

Muss sich ein Kind während einer Taxifahrt übergeben, so sind die Eltern des Kindes dem Taxiunternehmen nur dann zum Schadenersatz verpflichtet, wenn sie die Übelkeit ihres Kindes erkennen konnten, trotz allem aber nichts unternommen haben, um die Verunreinigung des Taxis zu vermeiden. Das hat das Amtsgericht München mit einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden (Az.: 155 [...]

Teurer Rotlichtverstoss –

Ein Versicherter handelt grob fahrlässig, wenn er trotz tief stehender Sonne mit unverminderter Geschwindigkeit in den Bereich einer durch eine Ampel gesicherten Kreuzung einfährt und dabei einen Unfall verursacht. Ein Vollkaskoversicherer ist in so einem Fall dazu berechtigt, seine Leistung auf 50 Prozent zu beschränken, so das Amtsgericht Duisburg (Az.: 50 C 2567/09). Die Klägerin [...]

Augen auf beim Rückwärtsfahren

Augen auf beim Rückwärtsfahren

Nicht nur im laufenden Straßenverkehr, auch beim Ein- und Ausparken kommt es häufig zu Unfällen. Auf Parkplätzen müssen Kfz-Fahrer besonders achtsam sein, wie ein Gericht in einem konkreten Schadenfall betonte. Kommt es beim rückwärtigen Ausparken zweier Fahrzeuge zu einer Kollision, so verstößt derjenige gegen das Gebot der gegenseitigen Rücksichtsnahme, der in das stehende Fahrzeug des [...]